Naturschutz

Fakten

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Deutsche Pflanzenarten
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DEUTSCHE ARTEN
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weltweit bedrohte Tierarten

NATURSCHUTZ UND ARTENVIELFALT IN DEUTSCHLAND

Naturschutz in Deutschland ist sehr vielseitig. Es gibt bundesweit Naturschutzgebiete und Projekte, die sich für Naturschutz, Tierschutz und den Erhalt der Artenvielfalt einsetzen. Diese schützen unsere Küsten und Meere, unsere Flüsse und Seen, Gebirge, Agrarlandschaften und setzen sich auch für den Schutz in unseren Städten ein. Deutschlandweit sind 4% der Gesamtfläche als Naturschutzgebiete ausgewiesen.  Wir finden 48.000 Tierarten, 9.500 Pflanzen- und 14.400 Pilzarten in Deutschland. Über 70% der Lebensräume dieser Arten sind gefährdet. Tatsächlich stehen viele Tier- und Pflanzenarten auf der roten Liste. Viele Arten gelten bereits als ausgestorben. Wer sich an dieser Stelle genauer informieren möchte, kann die Artensuchmaschine des Rote Liste Zentrums nutzen. Weltweit gibt es ca. 1 Mio. bedrohte Arten. Gründe für die bedrohte Artenvielfalt schließen Klimawandel, Zerstörung von Lebensräumen, Landwirtschaft und Verschmutzung (z.B. durch Müll, aber auch durch Lichtverschmutzung) ein.

Deutscher Natur- und Artenschutz wird von vielen Stellen, wie z.B. durch den Bund, Stiftungen und NGOs gefördert. Viele Projekte sind dabei auf aktive Mitglieder, Spendengelder und ehrenamtliche Helfer angewiesen. Wie können wir uns aktiv für den Naturschutz einsetzen und wie finden wir das passende Projekt? Neben der einmaligen oder regelmäßigen finanziellen Unterstützung, dem Unterzeichnen von Petitionen und speziellen Patenschaften für z.B. Tiere oder Bäume, können wir selbst aktiv werden. Wer nach einem passenden Projekt sucht, kann sich z.B. im Internet über lokale und regionale Projekte, sowie deutschlandweite Inititiativen informieren. Man sollte sich dabei genau überlegen, welches Thema einem persönlich wichtig ist und wie der finale Nutzen ausfällt. Viele Menschen mit ähnlichen Interessen bilden lokale Gruppierungen, die z.B. gemeinsam Müll sammeln oder lokale Gärten betreiben. Neben der Möglichkeit sich einem Projekt anzuschließen, besteht also auch immer die Möglichkeit selbst in seinem Umfeld aktiv zu werden. 

Naturschutz fängt schon zu Hause an: Eine wilde Bepflanzung zur Unterstützung der Insektenvielfalt, pflanzliche Dünger, das Anlegen eines Komposthaufens oder Nahrungsquellen und Nisthilfen für Vögel schaffen Papier, Wasser und Energie zu sparen. Grundsätzlich ist ein nachhaltiger Umgang mit Ressourcen wichtig. In unseren speziellen Kategorien lernen wir gemeinsam, in welchen Bereichen unseres Alltags wir nachhaltiger sein können – z.B. Lebensmittelverschwendung verhindern, Fleischkonsum minimieren, Wasser und Energie sparen, regionale und saisonale Produkte bevorzugen, unseren Konsum zu überdenken. 

Naturschutz will gelernt sein

Die Liebe zur Natur und zu Tieren lernen wir sehr früh. Und auch ein nachhaltiger und ressourcenschonender Lebensstil will gelernt sein. Hierbei können wir generations-übergreifend voneinander lernen und besonders unseren Kleinen ein Vorbild sein und ihnen nachhaltige Werte beibringen. Tatsächlich findet der Naturschutz auch immer mehr Einzug in KiTas und Schulen und wird in Projekten wie dem eigenen Garten, Ausflügen zu Biohöfen, Klimaschutzprojekten, wie z.B. Energie und CO2-Reduktion  umgesetzt.  Auf der anderen Seite haben uns die letzten Jahre auch gezeigt, dass wir von den jüngeren Generationen sehr viel lernen können. Kinder und Jugendliche bringen ihr erlerntes Wissen mit nach Hause und ziehen z.B. eine vegetarische Ernährung vor. Jugendliche kommen seit 2018 weltweit in der Fridays-for-future Bewegung zusammen, um sich für den Klimaschutz einzusetzen und ein Umdenken der Menschen und der Politik zu fordern. 

Es gibt immer mehr Studiengänge, die sich mit Umweltwissenschaften befassen. Sie behandeln den Einfluss des Menschen auf seine Umwelt, den Klimawandel, einen ressourcenschonenden Umgang mit der Natur, sowie neue Lösungsstrategien für Umweltprobleme. Zudem kann man sich im „klimafit – Klimawandel vor unserer Haustüre“ an vielen deutschen Volkshochschulen weiterbilden. Diese Kursreihe wird vom Helmholtz Verbund für regionale Klimaänderung (REKLIM) und dem WWF Deutschland organisiert und durchgeführt.

UMWELT SChÜTZEN

Ein nachhaltiger Lebensstil und ein verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen schützt unsere Umwelt.

Durch viele Projekte auf Balkon, im Garten oder die Teilnahme an Umwelt-Projekten können wir selbst aktiv werden. Lara hat z.B. an einem Urban Gardening Projekt mitgemacht, Eva-Maria hat einen Spielplatz & ein kleines Waldgebiet gesäubert, Stephanie hat mit dem CleanRiverProjekt am Rheinufer Müll gesammelt.

Außerdem zählt unsere Stimme: Unter-zeichnen von Petitionen für Themen, die uns am Herzen liegen; das aktive Gespräch mit Politikern, Stiftungen, NGOs & unserem Umfeld; das Einbringen von Umwelt-bildungsprojekten in z.B. KiTas und Schulen.

BEWUSSTER KAUFEN

Eine Vielzahl von Siegeln informieren uns über den ökologischen und auch sozialen Herstellungsprozess von Produkten.

Verzichte bewusst auf Verpackung und nutze regionale und saisonale Produkte, um die Lieferwege kurz zu halten.

Überlege vor jedem Kauf, ob du es wirklich benötigst oder ob es umweltfreundlichere und gesündere Alternativen gibt.
Bio-Lebensmittel unterstützen z.B. eine ökologische Landwirtschaft und eine tiergerechte Haltung.

Do IT YOURSELF

Viele Produkte wie Hygieneartikel, Reinigungsprodukte und Lebensmittel lassen sich einfach selbst herstellen. Das macht Spaß und reduziert Müll.


INFORMIER DICH

Ein wichtiger Punkt ist, dass wir uns mehr Wissen aneignen können - über relevante Themen wie Klimaschutz, Naturschutz und wie wir einen nachhaltigeren Lebensstil leicht umsetzen können.

Impulse zum Thema Naturschutz

1. Informier dich über Aktionen zum Umweltschutz in deiner Nähe & unterstütze ein Umweltschutz-Projekt.

Man sollte sich dabei genau überlegen, welches Thema einem persönlich wichtig ist und wie der finale Nutzen ausfällt. Berücksichtige dabei auch wie viel Zeit du hast und ob du nach einer einmaligen Aktion suchst oder nach einem regelmäßigen Engagement. Über Projekte kannst du dich lokal informieren und bei verschiedenen NGOs. Viele Menschen mit ähnlichen Interessen bilden lokale Gruppierungen, die z.B. gemeinsam Müll sammeln oder lokale Gärten betreiben. Neben der Möglichkeit sich einem Projekt anzuschließen, besteht also auch immer die Möglichkeit selbst in seinem Umfeld aktiv zu werden – in deiner Familie, bei der Arbeit, in der KiTa oder Schule deiner Kinder. Die Möglichkeiten sind vielseitig. Gieße zum Beispiel die Bäume in deiner Nähe. Pflanze für die Artenvielfalt. Mache die Menschen in deiner Umgebung auf lokale Probleme und Herausforderungen aufmerksam.

2. Mach doch mal die Wäsche im Baukastenprinzip! Viele von uns kaufen standardmäßig immer dasgleiche Waschmittel und passen die Dosierung maximal dem Verschmutzungsgrad an. Tatsächlich unterscheidet sich aber auch die Wasserhärte deutschlandweit. Einige Hersteller bieten ein so genanntes Baukasten-system für umweltfreundliche Reinigungs-mittel an. Dieses ermöglicht uns den Anteil des Bleichmittels/ Fleckenentferners und Enthärters selbst zu dosieren. Damit können wir sparsamer dosieren und nehmen nur das, was nötig ist. Mit dem Baukastenprinzip schonen wir die Umwelt und auch unseren Geldbeutel.

3. Mach dich doch mal mit den deutschen Arten vertraut! Informier dich z.B. über das Tier des Jahres 2021 – den Fischotter und wieso er auf der roten Liste steht. Mach bei der Stunde der  Wintervögel mit, bei der Menschen bundesweit in ihrer Umgebung Vögel zählen und damit aktiv zum Vogelschutz beitragen. 

4. Setze dich doch mal für unsere Vögel ein! Achte dabei immer auf die entsprechende Jahreszeit. Viele unserer heimischen Vogelarten überwintern bei uns in Deutschland. Du kannst bereits jetzt Nistkästen aufhängen. Diese dienen nicht nur zum Nisten im Frühling, sondern bieten Vögeln auch im Winter Schutz vor der Kälte und einen Platz für ein Winternest. Vielleicht wirst du jetzt in dieser Zeit selbst aktiv und baust Nisthilfen. Anleitungen findest du z.B. beim NABU. In den Wintermonaten kannst du Futterspender aufhängen. Diese kannst du bei Bedarf mit verschiedenen Dingen (Sonneblumenkerne, Samen, Haferflocken, Obst) befüllen. Je nachdem, welche Art von Futterkasten du verwendest, muss dieser regelmäßig gereinigt werden, um die Tiere vor Infektionen zu schützen. Der NABU gibt auch hierzu sehr gute Anleitungen. Du kannst beim Füttern von Vögeln auch selbst Knödel herstellen und diese aufhängen. Dazu gibt es viele kreative und plastikfreie Ideen. In den Sommermonaten kannst du Vögeln mit einer Beflanzung mit heimischen Stauden und Gehölzen in deinem Garten sowohl Unterschlupf, als auch Nahrungsquellen bieten.

5. Reduziere deinen Müll und mach doch mal OHNE Verpackung! Nutze Mehrwegverpackungen und gehe mit Stoffbeutel und Mehrweggefäßen einkaufen. Bestmöglich kann man auf Wochenmärkten und im Unverpacktladen Lebensmittel und z.B. Reinigungsprodukte verpackungsfrei einkaufen (mehr Informationen erhältst du unter der Rubrik: Verschmutzung). Auch andere Läden und Supermärkte ermöglichen es verschiedene Produkte unverpackt oder plastikfrei einzukaufen. Tatsächlich eröffnen immer mehr Supermärkte verpackungsfreie Abteilungen. Grundsätzlich ist der Aufwand für den Verbraucher noch immer sehr groß. Oftmals muss man entweder in verschiedene Läden gehen oder aktiv auf bestimmte Produkte verzichten, um plastikfrei einkaufen zu gehen. Es gibt viele Apps oder Plattformen, um sich aktiv auszutauschen oder zu informieren. Ein Beispiel ist die zerowastemap.org, die Unverpacktläden und weitere nachhaltige Läden aufzeigt.

6. Kompostiere doch mal deinen Biomüll! Organische Küchenabfälle gehören nicht in den Hausmüll. Finde einen Weg deine Bioabfälle (Gemüse- und Obstreste) nachhaltig zu entsorgen, z.B. in der Biotonne oder im Gartenkompost. Oder kennst du schon das Prinzip der Wurmkiste? Kompost ist gut für unsere Umwelt. Er ist Lebensraum für viele Tiere. Er verbessert die Bodenqualität und liefert wichtige Nährstoffe für unsere Pflanzen. Dadurch können wir auf Düngemittel verzichten. Außerdem können wir so unsere Müllmenge im Haushalt verringern.

7. Unterstütze die Artenvielfalt in deiner Umgebung, auf deinem Balkon oder in deinem Garten! Im Frühling kannst du aktiv werden. Achte bei der Bepflanzung auf einheimische Arten, die besonders beliebt bei unseren Vogelarten und Insekten sind. Pflanze zum Beispiel heimische Wildblumen und -kräuter. Bei Pflanzen- Samentütchen solltest du unbedingt darauf achten, dass die genauen Pflanzen auf den Tütchen angegeben sind. Nicht jedes Gemisch hält das was es verspricht. So enthalten leider viele Tütchen ein Gemisch aus Samen aus nicht heimischen Arten, die einfach nur leicht zu gewinnen und einfach zu ziehen sind. Also informier dich unbedingt vorher, damit du der Umwelt auch wirklich etwas Gutes tust. Mehr Informationen zu den häufigsten deutschen Insekten und Vogelarten findest du auf den Seiten vom NaBu. Wusstest du schon, dass mehr als 340.000 Menschen an der Wahl zum Vogel des Jahres teilgenommen haben? Der Sieger ist das Rotkehlchen.

Du kannst einen Nistkasten oder ein Insektenhotel aufhängen. Diese lassen sich auch selbst bauen – das ist ein schönes Projekt was man mit Kindern umsetzen kann. Als Naturdetektive könnt ihr gemeinsam den heimischen Arten auf die Schliche kommen. Schaut euch doch mal die Seite der Naturdetektive vom Bundesamt für Naturschutz an. Hier findet ihr viele Spiele, Aufgaben und Malvorlagen rund um das Thema Naturschutz.

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