Lifestyle

Fakten

1 +
stündlicher Verbrauch von Einwegbechern in Deutschland
0 Mio
Tonnen genießbares Essen werden in deutschland pro jahr entsorgt
0 T
CO2 produzierte ein Einwohner Deutschlands in 2019
2 Liter
Pro-Kopf-Konsum an alkoholischen Getränken pro Jahr in Deutschland

Reflektiere deinen Lifestyle

Unser gesamtes Leben hängt davon ab, was uns die Natur zur Verfügung stellt. Die Ökosysteme dienen uns als Quelle von Rohstoffen, die wir täglich nutzen. Dies funktioniert nur, so lange sie in Balance sind und nicht übernutzt werden. Dass wir ressourcenschonender haushalten müssen, wissen wir nicht erst seit den 17 SDG’s, die die UN 2016 verabschiedet hat. Es genügt ein Blick in die täglichen Nachrichten: Klimawandel, Plastikmüll in den Weltmeeren, Hungersnöte, Massentierhaltung, Flüchtlingsströme und Artensterben. Dass wir handeln müssen, bezweifelt keiner und doch ändern wir selten unser Verhalten, obwohl wir wissen, wie es besser ginge. Unser Verhalten ist also Teil des Problems; es sollte aber vielmehr Teil der Lösung sein.

Es wird Zeit zu realisieren, dass nachhaltige Änderungen in unserem Alltag keinen Verzicht bedeuten. Wenn wir Verantwortungs-bewusstsein für die Auswirkungen unseres Lifestyles zeigen, unterstützen wir gemeinsam die Thematisierung dieser weltweiten Herausforderung. Zudem hinterfragen sich bestimmt auch andere in unserem Umfeld, worauf sie in ihrem Leben verzichten können, ohne dass es sich allzu sehr nach Verzicht anfühlt. 

Weißt du, wie viele Ressourcen du tatsächlich durch deinen täglichen Lebensstil nutzt? Wie hoch deine CO2-Bilanz und damit dein ökologischer Fußabdruck ist, kannst du hier berechnen. 

2019 hat ein Einwohner Deutschlands im Durchschnitt 7,9 Tonnen Kohlenstoffdioxid produziert, was erheblich über dem weltweiten Pro-Kopf-CO2-Emission von 4,8 Tonnen liegt. Je mehr CO2 und weitere Treibhausgase in unserer Atmosphäre sind, desto wärmer wird es auf unserer Erde. Die Gase bleiben teils für lange Zeit klimawirksam. Ein zum Beispiel heute vom Verbrennungsmotor deines Autos ausgestoßenes CO2-Molekül kann die Atmosphäre auch in tausend Jahren noch aufheizen. Dies gilt auch für Methan, das unter anderem bei der Nutztierhaltung entsteht. 

Wir leben derzeit über unseren Verhältnissen und sind mitursächlich für die Klimaerwärmung. Ändern wir unser Verhalten nicht, werden die natürlichen Ressourcen der Erde nicht mehr lange für alle Menschen reichen. Klimaschutz wird hauptsächlich darüber stattfinden, dass wir alle weniger Treibhausgase ausstoßen. 

Experten fordern, den Pro-Kopf-Ausstoß auf maximal zwei Tonnen pro Jahr zu begrenzen, um die zunehmende Erwärmung der Erde aufzuhalten. Welche Lebensveränderungen kannst du dauerhaft in deinen Alltag integrieren, um eine nachhaltige, gesunde und ressourcenschonende Lebensweise zu führen?


Persönliche Klimaschutzmaßnahmen
Was kannst du tun, um weniger CO2 zu produzieren?
  • Wasser ist für uns lebenswichtig und gehört daher zu unseren wertvollsten Ressourcen. 20% des gesamten Energieverbrauchs im Haushalt werden für die Wassererwärmung aufgewendet. Du verbrauchst ca. 190 Liter Wasser für eine 10-minütige Dusche. Schalte doch mal das Wasser ab, wenn du dich einseifst. Oder sammel das erste Wasser, was uns in der Regel zu kalt ist auf und nutze es zum Blumen gießen.
  • Plastiktüten werden aus fossilem Erdöl, einer begrenzten und nicht-erneuerbaren Ressource, hergestellt. Zur Herstellung wird zudem eine Menge Energie verbraucht. Der Plastikmüll gelangt durch fehlendes Recycling und achtloses Wegwerfen in Flüsse und so in die Weltmeere, wo er für alle Meeresbewohner eine Gefahr darstellt und nur schwer zersetzt wird. Eine Plastiktüte benötigt Jahrzehnte, bis sie sich im Wasser zersetzt. Dabei stellt sie ein großes Risiko für kleine und große Meeresbewohner dar. Außerdem zerfällt sie in immer kleinere Partikel, das sogenannte Mikroplastik, welches wiederum von den Meeresbewohnern aufgenommen wird und sich schlussendlich auch in unserem Körper wiederfindet. Du kannst diesen Kreislauf verringern, indem du weniger oder keine Plastiktüten verwendest, recycelst und Mehrwegprodukte kaufst. Dadurch wird weniger Energie gebraucht, weniger Ressourcen verbraucht und weniger CO2 emittiert. Verzichte auf Einwegprodukte und nutze Mehrwegverpackungen – aber nur dann, wenn sich Verpackung garnicht vermeiden lässt.
  • Die Fortbewegung per Flugzeug ist aufgrund des Angebots und der z.T. äußerst niedrigen Preise für uns alltäglich geworden, allerdings sind Flüge, insbesondere im Langstreckenbereich, eine der klimaschädlichsten Konsumentscheidungen, die wir treffen können. Vermeidet man alleine eine Flugreise pro Jahr, so spart man 680 kg CO2 pro Kopf ein. Zudem haben Dirk Notz vom Max-Planck-Institut für Meterologie in Hamburg und Julienne Stroeve vom National Snow and Ice Data Center in Boulder ausgerechnet, dass ein Flug von Frankfurt nach San Francisco und zurück fünf Quadratmeter Arktiseis verschwinden lässt und das pro Passagier. Flugreisen sollte man auf jeden Fall überdenken. 
  • Verbrauchssparend Auto fahren kann bis zu 340 kg CO2 im Jahr reduzieren. Also verzichte auf unnötige Autofahrten und bewege dich zu Fuß oder nimm das Fahrrad
  • Moderne Heizung und Wärmedämmung
  • Wer auf Fleischgerichte verzichtet, spart bis zu 450 kg CO2 pro Jahr ein. Wer sich zudem saisonal und regional ernährt, spart lange Transportwege und dadurch ebenfalls CO2. 
  • Die immer kürzere Gebrauchsdauer von Produkten sowie die Produktion von Lebensmitteln, die verschwendet werden, macht den Rohstoffreserven zu schaffen. Behaltet Gebrauchsgegenstände möglichst lange, repariert sie und lernt Lebensmittel wertzuschätzen. Bei der Neuanschaffung könnt ihr zudem auf Energieeffizienz und Langlebigkeit achten.
  • Der sogenannte Lichtsmog macht nicht nur astronomische Beobachtungen des Nachthimmels schwer, sondern hat auch negative Folgen für Flora und Fauna.
    Der Wachstumszyklus von Pflanzen gerät durcheinander, Zugvögel können
    sich bei zu viel Licht nicht mehr an lebenswichtigen Signalen
    orientieren, und nachtaktive Tierarten sind irritiert. In einem Artikel
    der NZZ heißt es, dass allein in Deutschland in einer Sommernacht durchschnittlich mehr als eine Milliarde Insekten
    an Straßenlampen verenden. Und auch für den Menschen ist zu viel Licht
    nicht gesund. Denn genau wie alle anderen Tiere brauchen auch wir
    Erholungsphasen in Dunkelheit. 

RESSOURCEN SCHONEN

Spare Wasser zu Hause und achte auf dein Konsumverhalten, denn jedes Produkt muss unter Energie-Aufwand produziert und transportiert werden.

Du kannst deine Mobilität verändern & CO2 einsparen.

Du kannst zu Hause und im Büro Energie einsparen, indem du Licht und unnötige Geräte ausschaltest & den Standby-Modus vermeidest.

BEWUSSTER KAUFEN

Kaufe bewusster ein & schone dadurch Ressourcen & schütze unsere Natur. Achte z.B. darauf, wo die Produkte hergestellt wurden. Kaufe regional und saisonal, um Lieferketten kurz zu halten und CO2 einzusparen.
Wähle bessere & langlebige Produkte.

Teile & tausche Produkte anstatt sie neu anzuschaffen

ABFALL VERMEIDEN & RECYCELN

Achte darauf, wie viel Müll du produzierst und welcher Art. Setz dich aktiv dafür ein, Müll zu vermeiden. Verzichte konsequent auf Einwegprodukte und -plastik. Auch bei Take away Produkten. Bring deine Mehrwegverpackung mit oder wähle bedacht Läden mit nachhaltiger Verpackung aus.

Nutze Geräte länger. Lasse sie reparieren anstatt sie zu ersetzen.

Reduce, reuse, recycle:  Nutze Möglichkeiten in deiner Gemeinschaft - entsorge nachhaltig, tausche, kaufe second hand, nutze gemeinsam oder anders, do it yourself.

Weitere Impulse zum Thema Lifestyle

1. Probier doch mal Upcycling! Beim Upcycling werden eigentliche Abfallprodukte oder scheinbar nutzlose Stoffe durch DIY in neuwertige Produkte umgewandelt und aufgewertet. So entstehen Möbel, Dekorationen und schöne Wohnaccessoires. Upcycling bedeutet Wiederverwertung und Nachhaltigkeit und zudem kreiert ihr einzigartige Unikate. Statt das nächste Möbelstück auf den Sperrmüll wandern zu lassen, probier dich doch mal aus und erschaffe vielleicht sogar dein neues Lieblingsstück. Ideen zum Selbermachen findest du hier. Eine schöne Idee ist auch aus alten Gläsern Windlichter zu basteln. Die Anleitung dafür findest du hier.

2. Mach doch mal nachhaltige Bankgeschäfte! Es ist wichtig, Wert darauf zu legen, sein Geld in ethisch korrekte Geschäftsmodelle zu investieren. Bei der Bewertung von nachhaltigen Geldanlagen spielen neben den klassischen Finanzzielen  soziale, ökologische und ethische Kriterien eine Rolle. Ihr könnt beispielsweise in nachhaltig wirtschaftende Branchen investieren oder Investitionen in Unternehmen, die nicht umweltfreundlich agieren, aus-schließen.  Zudem gibt es Baufinanzierungen mit Öko-Bonus. Nutze die Möglichkeit, durch deine Finanzentscheidungen die Welt von morgen positiv zu beeinflussen. 

3. Reinige doch mal mit Hausmitteln! 

Natürliche Hausmittel sind eine sehr gute Alternative zu chemischen Reinigungsmitteln, sie sind ökologischer und günstiger. 

Du kannst Waschmittel, Reinigungsmittel, Textilerfrischer und Spülmittel problemlos und ohne viel Aufwand selbst herstellen.  Du putzt ökologischer, ohne dass die Umwelt oder deine Gesundheit leiden und sparst zudem jede Menge Plastikmüll. 

Natron, Essig, Soda, Kernseife und Zitronensäure sind vielfältig einsetzbar und diese fünf Hausmittel ersetzen fast alle Putzmittel. 

Um Müll zu vermeiden, verwende wiederverwendbare Putztücher und verzichte auf Küchenrolle oder Einwegtücher. Auch alte Baumwoll-T-Shirts eignen sich super als Putzlappen. 

4. Mach doch mal einen Shop-Stop! Probier doch mal dein Kaufverhalten  konsequent zu hinterfragen und kaufe ganz bewusst nur ein, was du auch wirklich benötigst (Lebensmittel, Fleisch, Kleidung, Reinigungsmittel, Spielsachen, Benzin…).

Durch das permanente Angebot an Waren und Konsumgütern verlieren wir oft den Bezug dazu und verschwenden wenig Gedanken daran, welche Ressourcen dafür geopfert wurden. Aus diesem Grund schmeißen wir gut erhaltene oder genießbare Waren auch viel zu oft unüberlegt einfach weg. 

Dieses Verhalten geht jedoch erheblich zu Lasten der Umwelt, unserer Ressourcen und sogar unserer eigenen Gesundheit. 

Ein achtsames und bewusstes Konsumverhalten trägt zu einem nachhaltigen Lebensstil erheblich bei.

Es hilft dir vielleicht eine Einkaufsliste zu führen. Dabei helfen kann auf jeden Fall eine Einkaufsliste. Verzichte auf Spontankäufe und jegliche Online-Einkäufe und hinterfrage jedes mal, ob du die Sachen wirklich benötigst. 

Folge uns für mehr Inspiration