Ernährung

Fakten

Ökobilanz eiweißreicher Nahrungsmittel in kg

CO2- Äquivalent pro 100g Protein

Mastrind
0
Schwein
0
Geflügel
0
Fisch (Aquakultur)

Tipps zum Thema Ernährung

1. Kauf doch mal in einem Hofladen beim Bauern in deiner Nähe ein!

Habt ihr schon mal Milch getrunken, die am gleichen Tag gemolken wurde oder ein Ei gegessen, dass erst am Morgen von der Henne gelegt wurde?

Unterstützt doch mal die heimische Landwirtschaft und kauft direkt beim Bauern ein.

Viele Bauernbetriebe und Landwirte bieten Produkte wie Eier, Milch, Fleisch, Obst oder Kartoffeln direkt ab dem Hof an. Einige Betriebe verkaufen die Waren direkt an der Haustür, andere haben einen Hofladen.

Achtet mal auf Schilder an der Straße, so wird häufig dafür geworben und auf die Öffnungszeiten hingewiesen. Einige Hofläden in Deutschland findet ihr auch über die Online-Portale Mein Bauernhof„, „Dein Bauernladen oder Heimische Hofläden„.

Wer sich die Fahrt zum Bauern oder Hofladen sparen möchte, kann alternativ wöchentlich oder nach Bedarf Abo-Kisten von regionalen Obst- und Gemüsebetrieben ordern und die ganz nach eigenem Geschmack bestücken lassen. Bestellt wird meist per Internet. Wer einen Lieferservice in seiner Nähe sucht, sollte Begriffe wie „Abokiste“, Ökokiste“, „Biokiste“ oder „Gemüsekiste“ gemeinsam mit dem Namen des Wohnortes in die Suchmaschine eingeben.

Eine neue Form des „beim Bauern kaufen“ bietet die Initiative Marktschwärmer. Bauernhöfe aus der Region bieten dort ihre Lebensmittel über eine Online-Plattform an. Interessierte Kunden können die gewünschten Produkte online auswählen, bestellen und bezahlen. 

Immer mehr Betriebe stellen auf ihren Höfen oder in der näheren Umgebung auch Automaten auf, um dort unabhängig von Öffnungszeiten frische Waren anbieten zu können. Ihr könnt in mitgebrachten Flaschen frische Rohmilch abfüllen, frische Eier oder Gemüse erhalten. Hier findet ihr z.B. eine Übersichtskarte aller Milchautomaten in Deutschland.

Habt ihr das gewusst ?

Wissenwertes rund ums Thema Ernährung und nachhaltige Nahrungsmittel

  1. Mit deiner Ernährung tust du nicht nur deiner Gesundheit etwas Gutes. Du kannst dich auch für artgerechte Tierhaltung und eine ökologische Landwirtschaft einsetzen und damit Wasser, CO2 und Pestizide sparen.
  2. Rund elf Millionen Tonnen Lebensmittel werden in Deutschland jedes Jahr entlang der Lebensmittelversorungskette als Abfall entsorgt. Weltweit betrachtet sind es laut der WHO 1.3 Milliarden Tonnen pro Jahr. Da wir sehr viele Ressourcen für die Herstellung und den Transport von Lebensmittel aufbringen, stellt Lebensmittelverschwendung ein sehr großes Problem dar. Informiere dich und finde Lösungen für deinen eigenen Haushalt. Mach z.B. einen wöchentlichen Essensplan und kaufe gezielter ein. Wusstest du eigentlich, dass das Mindesthaltbarkeitsdatum kein Verfallsdatum ist?  
  3. Im Durchschnitt verbringen junge Deutsche ca. 4,5 Stunden pro Woche mit Kochen und 36 Stunden am Smartphone.
  4. Kaum ein Verbraucher weiß welche Folgen einzelne Lebensmittel fürs Klima haben, wenn er im Supermarkt einkaufen geht. Dabei stellt ist die Ernährung weltweit für rund ein Viertel der menschengemachten Treibhausgas-Emissionen verantwortlich. Interessante Informationen zu dieser Thematik findet ihr hier.   

Überblick der wichtigsten Regeln für gesunde und nachhaltige Ernährung:

  • Verbringe mehr Zeit in der Küche. Versuche möglichst viele Mahlzeiten selbst zu kochen und alles frisch zuzubereiten. Nutze dabei Lebensmittel, die idealerweise in deiner Region biologisch angebaut  wurden oder zumindest einen möglichst kurzen Transportweg hinter sich haben. Denn in frischen Lebensmitteln sind noch alle Nährstoffe enthalten und du verringerst dadurch den CO2 Ausstoß, der bei langen Transportwegen anfällt. Durch Mehrwegverpackungen, kannst du dir deine Mahlzeiten mitnehmen. Verzichte dabei auf Alufolie und Frischhaltefolie. Nutze lieber Mehrwegcontainer und z.B. Bienenwachstücher.
  • Nutze täglich wenige, aber hochwertige Fette, wie Leinöl oder Olivenöl im Salat und Kokosöl oder Ghee zum Braten und Kochen. Diese enthalten u.a. die gesunden Omega 3 Fettsäuren, die auch in Nüssen enthalten sind. Sie schützen dein Herz und Gefäße, sind aber auch absolute Kalorienbomben, weshalb du dich dennoch damit zurückhalten solltest. Nutzt biologisch hergestellte, heimische Öle, wie z.B. Rapsöl.
  • Verwende vollwertige und unverarbeitete Lebensmittel, denn Vollkornprodukte enthalten viel mehr Nährstoffe als z.B. verarbeitetes weißes Mehl. Sie enthalten außerdem Ballaststoffe, so dass du länger satt bleibst und deine Verdauung auf natürliche Weise angekurbelt wird. Es gibt viele Biobäckereien, die dich bei der Auswahl der Produkte auch im Hinblick auf Lebensmittelallergien und -unverträglichkeiten beraten.
  • Verzichte soweit es geht auf Zucker, denn dieser ist nicht nur ungesund für die Zähne, sondern lässt auch deinen Blutzuckerspiegel schnell steigen, so dass der sogenannte Heißhunger auf Süßes entsteht. Wenn du dir einmal die Zutatenliste von Fertigprodukten anschaust, wirst du staunen in welchen Produkten sich Zucker versteckt. Als gesunde Alternativen zu Zucker zählen Ahornsirup und Honig. Anstatt Schokolade und Kuchen könntest du reifes Obst, Trockenfrüchte oder Rohkost essen. Achte daraf, dass Obst Fruchtzucker enthält.  Viele dieser Produkte kann man nur schwer ohne Verpackung einkaufen. Verzichte doch mal gezielt auf diese Produkte oder suche die Alternativen im Unverpacktladen.
  • Achte auf eine ausreichende und gesunde Flüssigkeitszufuhr. Reduziere deinen Kaffee- und Alkoholkonsum und verzichte auf süße Softdrinks, aber auch auf gesüßte Fruchtsäfte. Damit kannst du auch Verpackung einsparen, denn viele dieser Getränke kommen meist in Einwegverpackungen. Warmer Tee und Wasser, gerne auch mit Ingwer und/oder Zitronen sind sehr zu empfehlen und du solltest davon reichlich in regelmäßigen Abstanden trinken – über den Tag verteilt zwischen 1,5 – 2 Liter. Grundsätzlich ist Leitungswasser nicht nur nachhaltig, sondern deutschlandweit von guter Qualität (mit Ausnahme von Wassern aus alten Bleirohren). Achte beim Einkaufen darauf Verpackung zu reduzieren, Einwegverpackungen gezielt zu vermeiden und auf Mehrwegverpackungen umzusteigen. Außerdem ist es ratsam einen Mehrwegbecher dabei zu haben, wenn man sich doch spontan mal einen Kaffe oder Tee to-go holt.
  • Versuche mindestens 2 x am Tag frisches Gemüse oder Salat zu essen, sowie ein handvoll Nüsse, Kräuter, Sprossen, Hülsenfrüchte & Co. Denn diese Nahrungsmittel haben jede Menge Mineralien und Vitamine, die dein Körper benötigt. Hast du schon mal versucht auf deinem Balkon oder im Garten frische Kräuter, Obst und Gemüse anzubauen?
  • Auf Fast Food, verarbeitete Gerichte, Weißmehl und Frittiertes solltest du besser verzichten, diese enthalten ungesundes Fett oder Palmöl, Zucker und zum Teil sogar Geschmacksverstärker und weitere Zusatzstoffe, die dein Körper nicht verarbeiten kann und die dir auf Dauer sogar schaden können. Fast Food und die Lieferung zu uns nach Hause bieten bei unserem hektischen Alltag oftmals eine zeitliche Entlastung. Beachte aber die Massen an Verpackungsmüll, die jedes Mal entstehen. Mittlerweile gibt es viele nachhaltige Betriebe und Restaurants, die auf ökologische Lebensmittel und eine nachhaltige Verpackung achten. Informiere dich also vor deiner Bestellung oder hol dir dein Essen in mitgebrachten Mehrweggefäßen ab.

Warum solltest du weniger Fleisch essen ?

Klimaschutz

Durch eine Senkung des deutschen Nutztierbestandes würden 20.8 Millionen weniger Kohlendioxid Äquivalente pro Tierart in die Atmosphäre gelangen – das entspricht der Stillegung des Braunkohle-kraftwerks Jänschwalde. (*Quelle: 2018 Science, BME, Milchindustrieverband, Fleischatlas 2018.)

Durch den Kauf von saisonalen und regionalen Produkten halten wir die Lieferwege kurz und können CO2, welches bei langen Lieferwegen entsteht, einsparen. Außerdem kann so übermäßiger Wasserverbrauch beim Anbau in zu trockenen Regionen eingespart werden. Hier geht’s zum Saison-kalender für Obst und Gemüse aus Deutschland.    

Gesundheit

Es gibt zahlreiche Studien,  die belegen, dass der übermäßige Verzehr von tierischen Produkten für schwere und chronische Erkrankungen verantwortlich ist, z.B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus sowie die Alzheimer Krankheit in Kombination mit Übergewicht.

Des Weiteren soll die industrielle Massentierhaltung für gefährliche multiresistente Keime, wie Bakterien, verantwortlich sein. Durch die Zugabe von Antibiotika, aber auch Wachstumshormonen, kann der Verzehr von Billigfleisch unsere Gesundheit gefährden. Durch den Kauf von Biofleisch und generell Bioprodukten können wir uns aktiv für eine ökologische und nachhaltige Tierhaltung und Landwirtschaft einsetzen.

Tierwohl

Bei weniger Nachfrage nach Fleisch bzw. Billigfleisch würden sukzessive auch die Massen-Zuchtanlagen verschwinden, in denen Tiere in grausamen Verhältnissen & auf engstem Raum eingepfercht sind, gequält und brutal geschlachtet werden.

Außerdem verschmutzt die Gülle von z.B. Schweinemast-farmen das Grundwasser und der Gestank belästigt die Anwohner.

Tipps : Was kann ich tun? Womit soll ich beginnen?

  • Iss weniger und dafür hochwertiges Bio-Fleisch aus artgerechter Haltung oder Fleischersatz.
  • Kauf nachhaltig, also regional und saisonal ein. Hier gehts zum Saisonkalender für Obst und Gemüse aus Deutschland. Neben einer saisonalen Übersicht warten hier leckere Rezeptideen auf dich.
  • Versuche Reste wieder zu verwerten und den Biomüll zu kompostieren. Mach dir einen Wochenplan und kauf gezielt ein. Rezeptideen für die Küche vom Vortag findest du z.B. unter Zu gut für die Tonne. Tausche Rezepte mit Familie und Freunden aus.
  • In Unverpackt Läden kannst du Lebensmittel genau in der Größenmenge kaufen, die du brauchst – so entsteht kein überflüssiger Konsum. Falls du doch mal zu viele Nahrungsmittel zu Hause hast, kannst du diese auch einfach über Foodsharing spenden – schau doch mal, ob es auch in deiner Stadt einen „Foodsharing-Fairteiler“ gibt.
  • Lagere deine Lebensmittel in Gläsern und vermeide oder reduziere Plastikverpackungen.
  • Verzichte auf Lebensmittel mit Palmöl, auf Fast Food und Fertigprodukte.
  • Achte bei Essensbestellungen auf Restaurants, die genau wie du Wert auf Nachhaltigkeit legen. Versuche Einwegverpackungen gezielt zu vermeiden. Hol dir dein Essen ggfs. in deiner eigenen Mehrwegverpackung ab.
  • Achte auf die Zertifizierungen von Lebensmitteln, z.B. nachhaltige Fischereien. Du möchtest wissen ab wann ein Bio Siegel wirklich Bio ist und was man darunter versteht, dann informier dich doch mal!
  • Koch doch mal wie bei Oma! Viele Kindheitserinnerungen stehen in Zusammenhang mit liebevoll zubereitetem Essen bei den Großeltern.

    Probiere und experimentiere doch Gerichte aus der guten alten Zeit mal aus, die dich in Erinnerungen schwelgen lassen. Achte darauf, frische Zutaten zu verwenden und schmeiße nichts weg, denn bei Oma wurde immer alles verwendet.

    Wenn du die Möglichkeit hast, deine Oma zu besuchen, dann kocht doch zusammen und schau ihr über die Finger oder ruf sie an und frag nach Tipps.  Das gilt natürlich auch für Gerichte von Opa, Mama oder Papa oder wer auch immer früher bei euch den Kochlöffel geschwungen hat. 

Konkrete Impulse zum Thema Ernährung:

Mit kleinen Schritten beginnen

  • Lass doch einfach mal das Fleisch in deinem regulären Essen weg, z.B die Wurst im Eintopf.
  • Versuch das Fleisch durch ein vegetarisches oder veganes Äquivalent zu ersetzen: Gut geeignet dazu sind z.B. Tofu und andere Sojaprodukte. Wenn du bisher gerne ein Abend- oder Frühstücksbrot mit Wurst oder Schinken gegessen hast, so kannst du die Wurst am Anfang auch einfach mit einer vegetarischen Wurst ersetzen, das gilt auch für Brat- oder Kochwurst.
  • Schau dich doch mal im Kühlregal eines Bioladens oder in dem Laden deines Vertrauens um, es gibt da mittlerweile jede Menge Auswahl an vegetarisch-veganen Produkten, die auch gut schmecken. Informier dich doch mal über Alternativen zum Fleisch & teste  sie nach & nach aus.
  • Es gibt jede Menge einfache vegetarische Rezepte & auch klassische Rezepte als vegetarische Variante.
  • Wasser ist ein existenzieller Grundstoff für unser Leben und ein idealer Durstlöscher. Probier deine tägliche Trinkmenge von ca. 2 Litern doch mal hauptsächlich mit Leitungswasser zu decken. Du sparst Geld, Zeit, Abfall, musst keine Flaschen mehr schleppen und tust was Gutes für die Umwelt, da es weniger schädlich fürs Klima ist. Laut der Verbraucherzentrale ist die Klimabelastung durch Mineralwasser in Deutschland 600-mal höher als durch Leitungswasser.  Dies ergibt sich aus Importen, Verpackung, Abfüllung und vor allem durch den Transport des Mineralwassers.  Außerdem kostet Leitungswasser nur ca. 0,2 Cent pro Liter und ist damit 100 mal preiswerter als Mineralwasser aus Flaschen. Leitungswasser wird in Deutschland aufbereitet und kann bedenkenlos getrunken werden. Lasst das Wasser so lange laufen, bis es kühl aus dem Hahn kommt, dann ist es frisch. Wem Leitungswasser auf Dauer zu langweilig wird, kann es mit frischen oder gefrorenen Früchten und Kräutern oder Gewürzen aufpeppen und den Geschmack täglich variieren. 

 

  • Wer verbindet fabelhafte Kochkünste nicht mit seiner Oma?  Viele Kindheitserinnerungen stehen in Zusammenhang mit liebevoll zubereitetem Essen bei den Großeltern. Probiere und experimentiere doch Gerichte aus der guten alten Zeit mal aus, die dich in Erinnerungen schwelgen lassen. Achte darauf, frische Zutaten zu verwenden und schmeiße nichts weg, denn bei Oma wurde immer alles verwendet. Wenn du die Möglichkeit hast, deine Oma zu besuchen, dann kocht doch zusammen und schau ihr über die Finger oder ruf sie an und frag nach Tipps.  Das gilt natürlich auch für Gerichte von Opa, Mama oder Papa oder wer auch immer früher bei euch den Kochlöffel geschwungen hat. 
  • Mach doch mal einen Essensplan! Jeder Deutsche produziert rund 500kg Hausmüll pro Jahr, darunter sind auch verdorbene Lebensmittel und welche, die das Verfallsdatum überschritten haben. Das Mindesthaltbarkeitsdatum auf einem Produkt ist kein Verfallsdatum. Tatsächlich sind Lebensmittel oft noch viele Tage nach Ablauf genießbar und gehören nicht in die Tonne. Beim nächsten Mal folgt doch mal der Devise „Ansehen, Riechen, Probieren, Genießen“, bevor ihr Lebensmittel, die das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten haben, ohne Weiteres entsorgt. Für einen bewussten und achtsamen Konsum von Lebensmitteln ist es unerlässlich, dass man nur kauft, was man auch verbraucht und verzehrt. Prüft regelmäßig eure Vorratsschränke und schaut nach, was ihr noch da habt, um Doppelkäufe zu vermeiden. Ein Essensplan mit dazugehöriger Einkaufsliste erleichtert den Einkauf ungemein. Ihr überlegt euch vorab, was ihr gerne essen möchtet und besorgt nur die entsprechenden Zutaten. Ihr geht entschlossen und zielstrebig einkaufen und seid nicht anfällig dafür auf spezielle Angebote hereinzufallen, die ihr gar nicht benötigt. So spart ihr Geld, Zeit und Kalorien 🙂 Am wichtigsten ist, dass ihr nicht zu viel kauft und gute Lebensmittel wegwerft. Ein Essensplan steigert zudem die Vorfreude, aufs Essen, da ihr schon genau wisst, was es gibt! 

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